Burg Vogelsang (Schleiden) – Ruinendorf Vogelsang – Wüstung Wollseifen

Wandertour: 287
Wanderführer: Kompass Eifel 3 Naturpark Nordeifel / Kompass Eifel, Nationalpark Eifel
Wanderkarte: Schleiden, Gemünd, Nr. 4 (Eifelverein)
Region: Eifel
Länge: 8,2 km
Gehzeit netto (brutto): 2 Std. 07 Min. (3 Std. 21 Min.)
WDG: 3,87 km/h
Wegmarkierung: verschieden
Anspruch: Leicht
Wetter: Sonne
Steigung: ca. 140 m
Sehenswertes: Vogelsang, Neffgesbachtal, Ruinendorf Vogelsang, Wüstung Wollseifen, ehemalige Kirche Wollseifen, Urfttalsperre.
Notiz: Am gebührenpflichtigen Parkplatz (3,- €) fängt unser Wanderrundgang an. Wir durchstreifen das Gelände der Ordensburg Vogelsang mit seinen gewaltigen Bauwerken. Im dritten Reich diente das Areal unter anderen als Schulungsburg für die Ausbildung ihres Führungsnachwuchses. Nach dem zweiten Weltkrieg, nutze die belgische Wehrmacht das riesige Gelände. Nach Aufgabe des Truppenübungsplatzes steht das Areal der ehemaligen Ordensburg seit dem 1. Januar 2006 einer zivilen Nutzung offen und kann tagsüber besichtigt werden. Der unter Denkmalschutz stehende Teil der Bauwerke umfasst eine Bruttogeschossfläche von mehr als 50.000 Quadratmetern. Wir folgen den Schild „Wollseifen“, auch mit Wanderzeichen Eifelsteig. Es geht teilweise steil abwärts. Im Tal des Neffgesbach, führt der Weg nun aufwärts. Heute ist ein sonniger Tag, ideal für den Oktober. Auf der rechten Seite befindet sich das Ruinendorf Vogelsang. Nur wenige Gebäude sind hier noch erhalten. Weiter aufwärts kommen wir zum Geisterdorf Wollseifen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Dorf von den englischen Streitkräften geräumt, um auf dem Gelände den Truppenübungsplatz Vogelsang anzulegen, der 1950 dem belgischen Militär übergeben wurde. Nur die alte Kirche von Wollseifen ist von damals übrig geblieben. Der Rest der Häuser wurde abgerissen und durch 18 militärische „Kampfhäuser“ ergänzt. An einen schönen Rastplatz machen wir Rast. Danach schlendern wir durch die Häuser und sehen uns die Kirche an. Im Inneren ist soweit nichts mehr vorhanden, was auf eine Kirche schließt. Hier soll in naher Zukunft eine Gedenkstätte eingerichtet werden. Wir verlassen die Wüstung und wandern abwärts auf den asphaltierten Weg. An einen Abzweig halten wir uns links und gehen über eine Wiese. Bald erreichen wir wieder die Zufahrtstrasse. Wir biegen links ab und folgen der Menschenmenge. Hinter dem Eingangsbereich „Malakoff“ befindet sich der Parkplatz (6,5 km). Wir tauschen Tragegestell gegen Kinderwagen. Denn der zweite Abschnitt geht zum Forum und Adlerhof von Vogelsang, mit Blick auf die Urfttalsperre. Wir informieren uns im Forum und erblicken dahinter den 48 m hohen Turm der Ordensburg. In der Gastronomie gönnen wir uns Kaffee und Kuchen. Die Panzerstrasse bringt uns wieder zurück zum großen Parkplatz, der immer noch gut voll ist.
Meine Wertung:
3Sterne

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10 Kommentare

  1. zum „Foto“ sage ich lieber nix. 🙂 Auf Vogelsang war ich seit der Öffnung auch schn dreimal. Und das Ruinendorf hieß Vogelsang? Ich habe es immer so verstanden, dass Wollseifen das verlassene Ruinendorf ist. Und dann nachher mit den „Neubauten“ als Abschußdorf genutzt wurde. Jedenfalls ist die ganze Geschichte um die Ordensburg sehr interessant und eine gute Führung sollte man sich nicht entgehen lassen.

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  2. Kurz vor „dem toten Dorf“ Wollseifen liegt das Ruinendorf Vogelsang. Die Geschichte zu den ehemaligen Dorf weiss ich leider auch nicht.
    Eine Führung werden wir nächstes mal mit Sicherheit machen. Die Geschichte Rund um die Ordensburg ist sehr intressant und man erfährt mit Sicherheit neue Dinge.

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  3. Das Ruinendorf Vogelsang besteht nur noch aus 3 oder 4 Bauruinen,
    diese sind fast vollständig zugewachsen. Erst im Herbst, wenn die
    Blätter abgefallen sind, ist etwas mehr von den Ruinen zu sehen.
    Wir waren vor 5 Wochen auf Deinem Wanderweg, allerdings von Hergar-
    ten aus.

    Grüsse aus Erftstadt

    Helmut

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  4. Das Dorf Vogelsang war wohl Teil der Ordensburg und sollte Wohnungen für die Bediensteten enthalten. Die Gebäude entstanden bis 1941. Wollseifen ist der „echte“ Ort, der vorher schon hier in der Gegend existierte. Ich habe im Reginalfernsehen eine Doku gesehen, in der noch ein paar Überlebende Einwohner von Wollseifen zu Wort kamen. Ein interessanter Link zur Geschichte von Vogelsang:
    http://www.video4u.be/vogelsang/geschichte/index.html

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